Die Thyraburg

Das Da­ne­werk ver­füg­te ehe­mals über drei Bur­gen, von de­nen nur noch die Thy­ra­burg an­hand des recht­ecki­gen, mit Bäu­men be­wach­se­nen Pla­teaus er­kenn­bar ist. Au­ßer der Grund­flä­che der aus Holz er­bau­ten und da­mals von ei­nem Gra­ben um­ge­be­nen Burg zeugt nicht mehr viel von ih­rem ehe­ma­li­gen Be­stehen. Die Stel­le be­fin­det sich an ei­ner Land­zun­ge, die in den in­zwi­schen ver­lan­de­ten Dan­ne­werk-See hin­ein­ragt und vor­mals von ei­nem Gra­ben um­ge­ben war.

Die Thy­ra­burg wur­de nach Thy­ra Da­ne­bod, der Mut­ter von Ha­rald Blau­zahn, be­nannt. Sie leb­te von etwa 870 bis 935 und ver­an­lass­te im 10. Jahr­hun­dert den Aus­bau der Wall­burg. Die Thy­ra­burg wur­de als Be­fes­ti­gung am öst­li­chen Ende des Da­ne­werks zwi­schen dem Haupt­wall und dem Nord­wall ver­mut­lich im 13. Jahr­hun­dert er­rich­tet. Das künst­lich er­schaf­fe­ne Pla­teau ist 35 m breit, 45 m lang und bis zu 5,5 m hoch. Auf dem Pla­teau stand ver­mut­lich eine höl­zer­ne Turmhügelburg.

Waldemarzeitliche Burg bei Rothenkrug

Die frü­he Burg

Das Be­stehen ei­ner wal­de­mar­zeit­li­chen Burg bei Ro­then­krug wur­de an­hand his­to­ri­scher Be­rich­te er­forscht und die ge­won­ne­nen Er­kennt­nis­se 2015 ver­öf­fent­licht. 1583 wur­den erst­mals Rui­nen ei­nes To­res er­wähnt; die ers­te Ver­mu­tung des Be­stehens ei­ner Burg wur­de 1634 ver­zeich­net. Um 1720 wur­den die­se Ver­mu­tun­gen be­stä­tigt. Die Burg­an­la­ge ent­stand of­fen­bar im 12. Jahr­hun­dert. Von der Burg sind nur Res­te der süd­li­chen Erd­front er­hal­ten ge­blie­ben. Im frü­hen 19. Jahr­hun­dert war der nörd­li­che Teil des Burg­pla­teaus be­reits voll­stän­dig zer­stört und abegetragen.

Die spä­te­re Schanze

Auf dem Pla­teau der un­be­nann­ten Burg ent­stand zwi­schen 1658 und 1660 eine Schan­ze, wel­che Ver­tei­di­gungs­zwe­cken ge­dient hat­te. Lan­ge Zeit fand die­se Schan­ze we­nig Be­ach­tung. Die Schan­ze wur­de erst­mals um 1720 be­schrie­ben. Sie be­fin­det sich west­lich des Och­sen­wegs an der Kreis­stra­ße 27 und nörd­lich des Haupt­wal­les nahe der Gast­stät­te Ro­then­krug und des Da­ne­vir­ke Mu­se­ums. Der Schan­zen­bau wur­de durch Kai­ser­li­che Trup­pen fünf­eckig in Ster­nen­form gen Nor­den ausgeführt.

Von der Schan­ze sind eben­falls nur noch we­ni­ge Res­te er­hal­ten. Der Rest des Pla­teaus ist nörd­lich des Da­ne­vir­ke Mu­se­ums zu er­ken­nen. Er ragt au­gen­schein­lich aus dem Wall her­aus. Öst­lich zum Och­sen­weg hin ist die Ab­gren­zung nur noch wage er­kenn­bar. Die Schan­ze hat­te ur­sprüng­lich ei­nen Durch­mes­ser von 75 m.