Haithabu, die Wikinger-Metropole

Die einst größ­te Wi­kin­ger­stadt des Nor­dens und be­deu­tends­ter Han­dels­platz der Dä­nen wur­de durch ei­nen Halb­kreis­wall ge­schützt und in die Grenz­wall­an­la­ge des Da­ne­werks ein­ge­bun­den. Im 10. Jahr­hun­dert stand Hait­ha­bu mit sei­nen ver­mut­lich an­dert­halb­tau­send Ein­woh­nern in sei­ner Blü­te­zeit. Hait­ha­bu konn­te sich nach ei­ner zwei­ma­li­gen Zer­stö­rung, zu­letzt im Jah­re 1066, nicht mehr er­ho­len. Ein Wie­der­auf­bau er­folg­te nicht. Viel­mehr ver­leg­ten die Ein­woh­ner ihre Sied­lung an das an­de­re Ufer der Schlei. Schles­wig darf so­mit als Nach­fol­ge­sied­lung von Hait­ha­bu an­ge­se­hen wer­den. Das zer­stör­te Hait­ha­bu ver­fiel wei­ter. Der Was­ser­an­stieg von Ost­see und Schlei ließ die Über­res­te schließ­lich ver­sin­ken und vergessen.

Das Schick­sal von Hait­ha­bu fin­de ich mehr als fas­zi­nie­rend. Mitt­ler­wei­le habe ich die alte Wi­kin­ger-Stadt, von der re­prä­sen­ta­tiv sie­ben Wi­kin­ger-Häu­ser als Frei­licht­mu­se­um wie­der auf­ge­baut wur­den, mehr­fach be­sucht. Das letz­te Mal ist lei­der schon zu lan­ge her, die Fo­tos stam­men aus dem Jahr 2010. Ein er­neu­ter Be­such ist für 2022 fest eingeplant. 🙂